Frau Dagmar Gäbler aus Berlin, selbst von einer Gluten Sensitivity betroffen, berichtet über Ihre Erfahrungen damit und wie es zu Ihrer Diagnose kam: 

Vor etwa sechs Jahren haben meine Probleme mit glutenhaltigen Lebensmitteln begonnen. Von heute auf morgen hatte ich fast täglich ziemlich starke Bauchschmerzen und mir war oft übel. Ständig hatte ich diese Krämpfe, aber am schlimmsten war, dass ich so oft zur Toilette musste.

Dann folgte ein wahrer Ärzte-Marathon mit allem Drum und Dran: Darmspiegelung, Ultraschall, Computertomografie und natürlich auch die üblichen Tests auf Laktose- und Fruktose-Intoleranz. Doch es fand einfach niemand heraus, was mit mir los war. Und das machte mich wirklich fertig.

Als ich mich eines Tages erneut auf den Weg zu meinem Arzt machte, hatte dieser urlaubsbedingt geschlossen und ich suchte die Vertretung auf. Dort wurde mir eine befreundete Ärztin an der Charité empfohlen, die Seminare zum Thema Lebensmittelunverträglichkeiten hielt. Da bin ich dann einfach hingegangen und habe einen Vortrag hierzu besucht. Das war das erste Mal, dass ich von einer Gluten Sensitivity gehört habe.

Ich sprach bei der nächsten Untersuchung meinen Arzt hierauf an, der mir erzählte, dass es sich bei Gluten um ein Klebereiweiß handelt, das in vielen Getreidesorten wie Weizen, Gerste oder Roggen und somit auch in einem Großteil unserer Nahrung steckt. Bei einigen Menschen kann der Verzehr von Gluten Magen-Darm-Beschwerden wie beispielsweise Übelkeit oder Bauchschmerzen auslösen. Und genau diese Symptome zeigten sich ja auch bei mir.

So ließ ich mich auf Zöliakie hin untersuchen. Trotz negativem Ergebnis habe ich dann versuchsweise mit Unterstützung der Ärzte auf Gluten beim Essen verzichtet und mich auf Portalen wie www.gluten-unvertraeglichkeit-erkennen.com informiert. Und tatsächlich: Die Beschwerden waren schon nach drei Tagen völlig verschwunden und seitdem bin ich vollkommen beschwerdefrei. Ich bin überglücklich – ich muss nicht mehr so häufig zur Toilette und fühle mich vor allem wieder viel motivierter!

Ich kann wieder unbeschwert leben, spazieren gehen oder im Garten arbeiten, ohne ständig Ausschau nach der nächsten Toilette halten zu müssen. Mit Hilfe der glutenfreien Ernährung habe ich mein altes Leben wieder zurückbekommen.

Heute geht es mir wunderbar und ich habe überhaupt keine Probleme damit, wenn ich mir bei Freunden beispielsweise mein Essen selbst mitbringe. Die wissen schließlich Bescheid und ich kann mich nur zu gut daran erinnern, was passiert, wenn ich nicht glutenfrei esse.

Eine Diagnose, wie beispielsweise bei der 61-jährigen Dagmar Gäbler, kann oft lange Zeit dauern, weil die Unverträglichkeit und ihre Symptome selbst unter Medizinern noch nicht hinreichend bekannt sind. Bei manchen Patienten wird deshalb aus Unkenntnis fälschlicherweise die Diagnose Reizdarm gestellt, da die Symptome hier sehr ähnlich sind. Wie bei Dagmar Gäbler können die Schmerzen ohne erkennbaren Grund von heute auf morgen eintreten. Ob im Baby-, Kindes- oder Erwachsenenalter spielt dabei keine Rolle. Dank einer glutenfreien Ernährung können jedoch viele Betroffene beschwerdefrei leben und ihre Lieblingsgerichte – nun glutenfrei – wieder ohne Bedenken genießen. 

Eine Glutensensitivität, wie bei Frau Gäbler folgt meist auf den Verzehr von Gluten, einem Eiweiß, das unter anderem in Weizen, Gerste und Roggen enthalten ist. Eine konkrete Diagnosestellung wie bei Zöliakie ist bislang nicht möglich, Zöliakie und Weizenallergie müssen jedoch zunächst von einem Arzt ausgeschlossen werden. Wie häufig Glutensensitivität auftritt ist noch nicht erforscht, Experten vermuten jedoch, dass Glutensensitivität sehr viel häufiger vorkommt, als Zöliakie. Die Vermeidung glutenhaltiger Nahrungsmittel bei Betroffenen führt jedoch in relativ kurzer Zeit zur Verbesserung der Symptome, sollte jedoch mit dem Arzt abgesprochen werden. 

Sollten Sie Interesse haben direkt in Kontakt mit Betroffenen zu kommen bzw. noch Fragen an Dagmar Gaebler haben, dann schreiben Sie einfach eine Mail an: presse@drschaer.com